Kommunikation im Unternehmen

Wertschätzende Kommunikation am Arbeitsplatz erreichen. 

Streitigkeiten, Leistungsdruck, mangelnde Work-Life-Balance oder Hierarchiegerangel - Gründe gibt es viele für eine schlechte oder mangelnde Kommunikation im Unternehmen. Doch was sind die Effekte schlechter Kommunikation auf das Unternehmen?

Die Digitalisierung beeinflusst inzwischen auch die Kommunikation im Unternehmen stark. Während früher oft Streitigkeiten im Unternehmen face-2-face stattfanden, mangelt es heute eher an einer klaren Kommunikation zwischen Unternehmen und Mitarbeiter, oder den Mitarbeitern untereinander. Dies stellt zunehmend eine psychische Belastung für Mitarbeiter und Führungskräfte dar. Welche Auswirkungen eine schlechte Kommunikation hat und was im Unternehmen für eine wertschätzende erfolgreiche Kommunikation getan werden kann, erzählen wir euch in diesem Beitrag.

Hier erfährst du:
  1. 1
    Welche Auswirkungen hat eine schlechte Kommunikation im Unternehmen? 
  2. 2
    Wie kommt es zu unzureichender oder schlechter Kommunikation?
  3. 3
    Woran erkenne ich eine schlechte Kommunikation?
  4. 4
     Wie kann ich als Mitarbeiter auf eine gute Kommunikation hinwirken?
  5. 5
    Was kann ein Unternehmen tun, um die Kommunikation im Unternehmen positiv zu beeinflussen?
  6. 6
    Welche Voraussetzungen braucht es für eine gute Kommunikation?
Welche Auswirkungen hat eine schlechte Kommunikation im Unternehmen?

Man könnte meinen, dies wäre eine rhetorische Frage. Doch weit gefehlt. Schlechte Kommunikation heißt nicht nur, dass es Streit im Unternehmen gibt. Oder dass Mitarbeiter sich nicht leiden können und Projekte deshalb ins Stocken kommen. 

Viel schwerwiegender ist die Kommunikation, die nicht stattfindet. 

Sind die Mitarbeiter, Vorgesetzten und Teams untereinander schlecht vernetzt, und kommunizieren schlecht oder gar nicht, bedeutet dies, dass

… Dinge doppelt gemacht werden.

… die Arbeit mangels Wissen zwar erledigt wird, die Qualität aber fehlt.

… Aufgaben nicht erledigt werden.

… unterschiedliche Ziele verfolgt werden.

… Kunden unterschiedliche oder keine Informationen bekommen.

… Projekte ins Stocken kommen.

… die Mitarbeiter gestresst oder unzufrieden sind.

… die Kunden genervt oder unzufrieden sind.

Wenn du als Führungskraft neue Wege gehen willst, bist du bei uns richtig.
Wie kommt es zu unzureichender oder schlechter Kommunikation?

Kommunikation will gelernt sein. In unserem Beitrag „Wie funktioniert Kommunikation“ findest du ein paar erste Hinweise auf das „WIE der Kommunikation“. In unserer Gesellschaft gehen wir häufig davon aus, dass Kommunikation einmal gelernt einfach so funktioniert, so ähnlich wie Laufen oder Fahrradfahren lernen. Doch in Wahrheit ist es so:

„Gesagt ist nicht gehört, 

gehört ist nicht verstanden, 

verstanden ist nicht einverstanden, 

einverstanden ist nicht behalten, 

behalten ist nicht angewandt, 

angewandt ist noch lange nicht beibehalten. “

Konrad Zacharias Lorenz

Der Satz von Konrad Z. Lorenz zeigt wieviele Schritte es vom „Sagen“ bis zum dauerhaften Umsetzen braucht.

Hinzu kommt, das wir jeder unsere eigene Vorstellung von dem Gesagten haben. Jeder bringt seine Individuellen Vorstellungen, Erfahrungen und Erlebnisse mit, die in alles einfließen, dass wir sagen. Weiterhin haben wir alle unsere sozialen (Sprache,Gesellschaft etc.), neurologischen (z.B. nicht Wahrnehmung von Röntgenstrahlung) und individuellen (Werte,Glaubenssätze) Filter, die stetig in uns wirken. Selbst ein einzelnes Wort kann bereits viele verschiedene Interpretationen zulassen.

Die meisten von uns haben also schlichtweg zu wenig Wissen über Kommunikation. Hier stellt sich schnell Hilflosigkeit, Ignoranz und Tatenlosigkeit ein. Nicht aus Absicht, sondern aus Unwissen. 

Blogbeitrag: Erfahre hier, wie Kommunikation funktioniert:

Woran erkenne ich eine schlechte Kommunikation?

„Der Ton macht die Musik“ heißt es. 

Herrscht ein unfreundlicher Ton im Unternehmen, unter Kollegen oder zwischen Führungskräften und Mitarbeitern? Dies ist ein eindeutiger Hinweis. 

In Sitzungen oder wichtigen Gesprächen werden keine Fragen oder nur geschlossene Fragen gestellt.

Geschlossene Fragen sind solche, die nur mit ja oder nein beantwortet werden können. Fragen stellen zeugt von Interesse und Aufmerksamkeit.

Vorurteile werden deutlich.

Schubladendenken verhindert eine wertschätzende Kommunikation, denn du oder dein Gesprächspartner lauft immer in Gefahr selbst in einer Schublade zu landen. Schubladendenken führt zu Ausgrenzung, bis hin zu Mobbing.

Problemorientiert reden.

Liegt der Fokus zu sehr auf dem Problem findet sich selten eine Lösung. 

Manipulativ reden.

Ohne Ehrlichkeit keine wertschätzende Kommunikation.

Monologe werden gehalten.

Mit einem Monolog stellst du dich selbst komplett in den Vordergrund. Das hat nichts mit wertschätzender Kommunikation zu tun.

Körpersprache passt nicht.

Körpersprache ist bei den meisten Menschen ein sehr unbewusstes Handeln. Passt der Text nicht zur Körpersprache werden wir misstrauisch.

Unklares oder gar kein Ziel.

Es gibt kein Ziel oder nur ein sehr unklares Ziel für ein Gespräch? Wenn dir selbst oder deinem Gesprächspartner das Ziel nicht klar ist, wird es auch kein Ergebnis geben. Nicht alle Gespräche benötigen ein Ziel, manchmal geht es auch einfach darum, soziale Kontakte zu pflegen - das ist dann das Ziel.

Viele offene und versteckte Konflikte.

Ja, jetzt ist aber die K* am dampfen. Spätestens jetzt sollest du ins Handeln kommen. Versteckte Konflikte sind nicht auf Anhieb zu erkennen (irgendwie logisch) - Anzeichen dafür sind Still-/Anschweigen, Mobbing, Reden über die "Schuld" des anderen usw.

Stress.

Wer, wann, wieviel Stress empfindet lässt sich natürlich schlecht messen. Drängt sich aber der Eindruck eines „gestressten Mitarbeiterpools“ auf, wird es Zeit neben dem Stress selbst auch die Kommunikation im Unternehmen in den Fokus zu nehmen.

Gespräche ignorieren oder aus dem Weg gehen.

Auch nichts sagen ist immer noch Kommunikation. Das Verhalten lässt aber eine Menge Interpretationsspielraum. So kommt es schnell zu Mißverständissen oder verhärteten Strukturen im Umgang miteinander. 

Wie kann ich als Mitarbeiter auf eine gute Kommunikation hinwirken?

Neben gegenseitiger Wertschätzung ist eine gewisse Selbstreflexion für eine gute Kommunikation von entscheidender Bedeutung.

Bist du in der Lage auch mal einen Schritt zurück zu treten und dich zu fragen - „Hat mein Gesprächspartner es so gemeint, wie ich es verstanden (interpretiert) habe?“

Bist du selbst der Gesprächsinitiator? Dann frag dich „Ist das angekommen, was mir wichtig ist?“ und/oder „Kann ich ´es´ auch noch anders formulieren, erklären oder mitteilen?“

Bring dein eigenes Engagement ein, und leg Wert auf eine wertschätzende Kommunikation, dass spürt dein Gegenüber. Wichtig ist auch das eigene Selbstvertrauen. Führe Gespräche mit Selbstvertrauen und Selbstsicherheit.

Was kann ein Unternehmen tun, um die Kommunikation im Unternehmen positiv zu beeinflussen?

Im Unternehmen sollte Klarheit darüber herrschen, welche Ansprüche und Werte im Allgemeinen und an die Kommunikation im Unternehmen bestehen. Das heißt, zuerst sollten diese Werte definiert werden. Danach heißt es, diese Werte mit Inhalt zu füllen - also, wie sollen sie gelebt werden. Und natürlich sollte die Führungsebene diese Werte selbst vorleben. 

Hilfreich ist es die Unternehmens-Kommunikationsziele zu visualisieren, dies kann auch indirekt geschehen, z.B. ist ein „Herzlich Willkommen“ Schild im Eingangsbereich bereits ein Hinweis auf eine zugewandte freundliche Kommunikation.

Die effektivste Art und Weise sind Angebote an alle im Unternehmen zu machen. Workshops, Online-Trainings oder Coachings unterstützen direkt und konkret hin zu einer wertschätzenden Kommunikation.

Welche Voraussetzungen braucht es für eine gute Kommunikation?

Die zahlreichen Probleme, die aus einer schlechten Kommunikationskultur im Unternehmen resultieren, zeigen, wie wichtig eine gute, wertschätzende Kommunikation für ein Unternehmen ist. Hier ist sowohl der einzelne Mitarbeiter in der Pflicht, als auch die Führungskraft und das Unternehmen als solches. 

Zuallererst steht der Wille etwas ändern zu wollen. Wenn Unternehmen, Führungskraft oder Mitarbeiter erkannt haben, dass es „so nicht mehr weiter geht“, ist der erste Schritt getan.

Es bedarf auch eines gewissen Durchhaltevermögens um alte (Kommunikations-) Strukturen zu ändern. Der Glaube daran, dass Veränderung möglich ist, und ins Handeln kommen, sind die nächsten logischen Schritte. 

Ähnlich wie bei einem guten Sportprogramm, ist ein individuelles Trainingsprogramm die wirksamste Methode um eine wertschätzende Kommunikation zu trainieren. Beratung und Unterstützung zu guter Kommunikation bekommst du bei uns aus erster Hand. 

Wir wünschen dir von Herzen, dass du wertschätzende Kommunikation erfährst und selber weitergibst.

Katlin Huhs, 01.04.2022

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